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Ich muss zugeben, dass ich bei meinen bisherigen Reisen immer alles genau geplant habe, jedenfalls habe ich mich mit dem Ziel auseinandergesetzt und bewusst die Unterkünfte gebucht. Nun sollte ich die andere, meine sehr spontane Seite kennenlernen. Wir schreiben den 28.07.2017,, 18 Uhr, nichtsahnend habe ich einem Freund erzählt, dass ich die Folgewoche Urlaub habe und ich nichts weiter geplant habe.

Daraufhin bekam ich die Einladung, ihn am nächsten Tag in Richtung Balaton zu begleiten. Der Stand der Dinge war, dass nichts geplant war und ich mich ja mal belesen könnte, welchen Ort man am besten ansteuern könnte. Natürlich war ich erst misstrauisch aber dann hat mich das Reisefieber und die Lust auf ein kleines Abenteuer gepackt. Schnell die Sachen gepackt, ab ins Bett und ein paar Stunden später ging es also los. Von Dresden ging es zunächst nach Prag, weiter nach Brünn, durch Bratislava direkt an den Balaton, 700 Km mit klarem Ziel und direkter Strecke ohne Schnick Schnack. So zumindest der nüchterne Plan.

Nachdem wir Deutschland in Richtung Tschechische Republik verlassen hatten, haben wir uns erstmal verquasselt und vergessen die Vignette zu kaufen. Aber kein Problem, in Usti die Abfahrt genommen und schnell ein begehrtes Scheibenemblem an der Tankstelle gekauft und gleich das Auto gefüttert. Frohen Mutes ging es dann weiter in Richtung Prag, die nun komplettierte A17 ist wirklich eine tolle Errungenschaft und man ist schnell in der wunderschönen Hauptstadt unseres Nachbarlandes.

Nachdem wir in Prag umhergeirrt sind, er hatte leider kein Navi mit dem entsprechenden Land, hatten wir irgendwann die Straße in Richtung Brünn gefunden.

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Die weitere Fahrt verlief dann wieder recht entspannt. Abgesehen davon, dass wir irgendwann noch mal tranken wollten und wir nicht bedacht hatten, dass wir gerade im Euroland Slowakei sind. Zum Glück habe ich nach wenigen Litern gesehen, dass der Sprit hier mit 1,37 Euro pro Liter genauso teuer ist wie bei uns in Dresden.
Achtet also darauf, dass ihr in der Tschechischen Republik bzw. idealerweise in Ungarn tankt.

Tipp! A propos Ungarn, die erforderliche Maut hatten wir bereits am Vorabend über das Internet bezahlt bzw. einfach unser Kennzeichen registrieren lassen. Für umgerechnet 8 Euro hatten wir unsere virtuelle Vignette und konnten am Grenzübergang problemlos alle wartenden Autos hinter uns lassen und die Reise fortsetzen.

Mittlerweile war es schon etwa 18 Uhr und wir hatten noch etwa 50 Kilometer Landstraße und kleinere Ortschaften vor uns, bevor wir etwa 19:00 Uhr den See erreicht haben. Es war ein toller Anblick, ich hätte mir den See nie so riesig vorgestellt, ich hatte ja kaum Zeit mich damit zu beschäftigen.

Ich hatte den Balaton immer als den Plattensee im Kopf, zu dem meine Eltern und Großeltern zu DDR-Zeiten gereist sind und genauso stellte ich mir die Infrastruktur und den Gebäudestil vor. Dass ich mich komplett geirrt haben sollte, stellte sich dann die kommenden zwei Tage heraus, an denen ich endlich den See und einige Sehenswürdigkeiten besichtigen konnte.

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Viel Zeit zum bewundern des Balaton hatten wir nun aber nicht mehr, denn wir standen ohne Bleibe da. Aber das sollte ja kein Problem sein, unzählige Hotels und Appartementanlagen warten nur darauf uns Unterschlupf zu gewähren, dachten wir.

Nach etwa zehn Appartementanlagen und einigen Hotelbesuchen, haben wir uns dann doch mal ins Internet begeben und eine bekannte Buchungsplattform zu Rate gezogen. Diese spuckte für ein Budget von unter 100 Euro die Nacht genau 2! Unterkünfte aus. Das eine war zu weit von uns entfernt und bei dem anderen hatten wir das letzte Zimmer gebucht. Da der Check-in bis spätestens 21 Uhr erfolgen musste und wir es bereits 20:40 Uhr hatten, begann der erste Tag insgesamt sehr stressig. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, konnten wir endlich der Party bzw. Restaurant-Meile von Siofok einen Besuch abstatten, um uns etwas zu stärken.

Die Auswahl an kleinen Imbissständen, Bars, Clubs und Restaurants entlang der Flaniermeile des Balaton ist recht hoch und so findet jeder was sein Herz begehrt. Unterbrochen werden die Lokale durch kleine Souvenirsshops und kleinen Spielhallen. Wer es etwas ruhiger mag, kann nach dem Essen einen Spaziergang entlang der Seepromenade in Richtung des Hafens von Siofok unternehmen.

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Fazit / Tipps:

  • gerade zur Ferienzeit sollte man im Voraus seine gewünschte Unterkunft am Balaton buchen
  • die Maut bzw. Vignette für Ungarn am besten von Deutschland aus via Internet buchen
  • Tanken ist in Ungarn sogar noch günstiger als in der Tschechischen Republik
  • wenn ihr kein Navi habt empfehle ich die kostenlose App “maps.me” – hier lassen sich die Karten offline speichern und somit die Navifunktion problemlos nutzen
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