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Es ist 7:30 Uhr; die Sonne überstrahlt den wunderschönen, tiefblauen Himmel – was für ein wunderschöner Start in den Tag.

Heute geht es für uns von Alcudia aus in Richtung Polenca. Der MA-10 folgend fahren wir weiter in Richtung Westen zu den berühmt- berüchtigten Serpentinen hinab nach Sa Calobra. Nach einem kurzen Aufenthalt begeben wir uns zum, wunderschön in der Natur gelegenen, Kloster Lluc.

Im Anschluss führt uns die Route weiter in Richtung Westen, vorbei an “Gorg Bau”, einem schön gelegener See inmitten der Bergkette des Tramuntana Gebirges. Während des kurzen Zwischenstopps genießen wir die malerische Kulisse rund um den See. Hinter uns erstreckt sich der Puig Major, die mit 1445 Metern höchste Erhebung der Baleareninsel.

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Kurz darauf geht es auch schon weiter bis zum nächsten Aussichtspunkt, dem Mirador ses Barques. Von hier aus habt ihr eine der schönsten Aussichten auf die Nordküste Mallorcas. Vor euch erstreckt sich ein umwerfendes Panorama auf Soller sowie auf Port de Soller.

Letzter Stopp und eines meiner Highlights auf Mallorca, ist das malerische Bergdorf Fornalutx. Touristisch noch nahezu unberührt, bietet es mit seinen Naturstein – Häusern sowie den zauberhaften Gässchen, gepaart mit der umgebenden Bergwelt, eine fantastische Kulisse zum Verweilen und Entspannen.

Die MA-10: Traum-Route durch die Serra de Tramuntana

Die MA10 verläuft von Pollenca, im Osten der Insel gelegen, bis hin nach Antratx im Westen Mallorcas. Wenn du dich entschieden hast ein Auto zu mieten, solltest du mindestens einen Teil der Strecke befahren. Mit einem tollen Ausblick auf die Küste und die imposante Bergwelt des Tramuntana Gebirges, kannst du während der Fahrt nicht nur viele Highlights der Insel erreichen, sondern erhälst stets einen wunderschönen Blick auf die mediterrane Landschaft Mallorcas. Heute führt uns der erste Teil der Panorama-Route von Pollenca nach Sa Calobra.

Serpentinenstraße nach Sa Calobra

Auf der Fahrt entdecken wir nach etlichen Kilometern das Hinweis Schild, welches auf das Koster Lluc verweist. Da wir dem großen Verkehr auf den Serpentinen hinab nach Sa Calobra entgehen wollen, ignorieren wir das Kloster zunächst. Ein Paar Minuten später erreichen wir die Abzweigung auf die MA-2141 – die berühmte Serpentinen-Straße zur Bucht von Sa Calobra. Folgt der Straße bis zum ersten Höhepunkt, der 270 Grad- Kurve, auch “Krawattenknoten” genannt.

Ihr solltet auf jeden Fall einen Zwischenstopp an der Bar des “Coll dels reis”, auf der linken Seite der Straße, einlegen. Hier habt ihr einen wunderschönen Blick auf die vor euch liegenden Serpentinen, die sich sanftmütig in das Tal hinab schlängeln. Genießt den Ausblick auf die Bergwelt, ehe ihr euren Weg nach Sa Calobra fortsetzt.

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Die etwa 13 Kilometer lange Straße wurde im Jahr 1932 von dem italienischen Ingenieur Antonio Paretti erbaut und überwindet einen Höhenunterschied von knapp 700 Meter.

Idealerweise bist du ebenfalls in den früheren Vormittagsstunden hier. Aber auch wenn etwas mehr Verkehr ist musst du dir als Fahrer oder Beifahrer keine Gedanken machen. Falls ein Bus entgegenkommt habt ihr entlang der Strecke immer wieder Ausweichpunkte. In den insgesamt 12 Haarnadelkurven habt ihr größtenteils einen freien Blick auf die Straße die vor bzw. unter euch liegt. So könnt ihr euch entspannt auf den Verkehr, der euch entgegenkommt, einstellen.

Wenn es eng wird, dann fahrt so gut es geht an die Felswand bzw. die Streckenabsprerrung heran, haltet an und lasst den Gegenverkehr (Bus) in Ruhe passieren. Aber genug zu den möglichen Szenarien. Genießt einfach die wunderschöne Aussicht auf die Landschaft und fahrt die Strecke gemütlich ab.

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Sa Calobra – Torrent de Pareis

Im Tal angekommen, habt ihr auf der rechten Seite gleich einen großen Parkplatz. Von hier aus geht es für uns zu Fuß weiter in Richtung der kleinen Siedlung Sa Calobra und weiter zur berühmten Felsschlucht von Torrent de Pareis. Her befindet sich der kleine Strand Cala de sa Calobra.

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Wo sich einst, bis zum Jahr 1932, 32 Einwohner niederließen, ist heute ein kleines Touristenmekka entstanden. Den Luxus der Serpentinenstraße gab es zu damaligen Zeiten natürlich nicht. Es gab lediglich zwei Möglichkeiten das Dorf zu verlassen. Der beschwerliche Weg durch die Schlucht Torrent de Pareis zu dem nächst größeren Ort Escorca oder über den Seeweg.

Der Fußweg führt uns vorbei an kleinen Geschäften und Restaurants. Weiter geht es durch kleine Tunnelabschnitte. Zwischendurch habt ihr immer wieder einen wunderschönem Blick auf das Mittelmeer und die vor der Bucht ankernten Segelschiffe. Insgesamt beträgt der Weg vom Parkplatz bis zur Schlucht ca. 500 Meter. Habt ihr den letzten Durchgang passiert, erstreckt sich vor euren Füßen der Ausläufer der Schlucht. Wenn ihr euch links haltet, erreicht ihr nach wenigen Metern die kleine, steinige Bucht von Sa Calobra.

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Wer ausschließlich zum Baden hierher kommt, wird aber enttäuscht sein. Das liegt vor allem daran, dass die kleine Bucht sehr schnell stark frequentiert ist. Vielmehr lohnt sich ein kurzer Spaziergang hinein in die zweitgrößte Schlucht Europas. Lediglich die Samaria Schlucht auf Kreta ist größer als diese hier auf Mallorca. Je weiter ihr hinein geht, desto weniger Touristen werdet ihr antreffen. Lediglich ein Paar kleine Ziegen erweisen sich als treue Begleiter.

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Kloster Lluc

Nach dem Besuch von Sa Calobra fahren wir zurück in Richtung Osten.
Das Santuari de Santa Maria de Lluc befindet sich auf 525 Metern Höhe, inmitten der wunderschönen Landschaft des Tramuntana-Gebirges. Das Heiligtum ist ein bedeutender Wallfahrtsort und lockt jährlich tausene Pilger an.

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Die Geschichte des Klosters geht zurück auf das frühe 13te Jahrhundert. Was einst mit der Kapelle Lluc begann, wurde nach und nach erweitert und ausgebaut. Heute beherbergt es, neben einigen Unterkünften für Touristen, ein Museum, einen Garten sowie ein Internat für Kinder, in welchem besonders die musikalische Ausrichtung im Vordergrund steht.

Wenn du dich um 11 Uhr in der im Jahre 1691 errichteten Kirche, der Església de Lluc, einfindest, erhälst du eine Kostprobe des berühmten Chores Blauets”. Hinter dem Altar, in der Marienkapelle, offenbart sich die Statue der schwarzen Madonna, die Mare de Déu de Lluc, den Besuchern und Pilgern.

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Im Anschluss solltet ihr unbedingt den angrenzenden Weg hinauf zum Pujol de la Trobada bestreiten. Hier gelangt ihr zu dem großen Kreuz, dem geschichtlich überlieferten Fundort der Madonnenfigur. Von hier aus habt ihr einen wunderschönen Blick auf das Kloster sowie über die angrenzenden Berge und Täler. Geht im Anschluss nicht den identischen Weg zurück, sondern folgt dem Mysterienweg, dem Cami dels Misteris. Die fünf Skulpturengruppen, welche ihr auf dem Weg zurück in das Kloster passiert, stellen die fünfzehn Mysterien des Rosenkranzes dar.

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Gorg Blau

Zurück auf der MA-10 geht es, mit einem herrlichen Panoramablick über die Berge, weiter in Richtung Westen. Nach etwa 13 Kilometern erreicht ihr den Staussee Gorg Blau. Direkt hinter dem Tunnel, den ihr soeben passiert habt, seht ihr auf der linken Seite einen kleinen Parkplatz, von wo aus ihr eine wunderschöne Sicht auf den See und die umgrenzende Landschaft habt. Direkt unterhalb des Puig Major, der höchsten Erhebung Mallorcas, gelegen, ist der Stausee Ausgangspunkt für viele Wanderungen; insbesondere auf den Major.

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Mirador de ses Barques

Wir passieren den Stausee und folgen der Panoramastraße. Nach erneuten ca. 13 Kilometer erreicht ihr den Aussichtspunkt Mirador de ses Barques. Die beiden Parkplätze auf der linken und rechten Seite der Straße bieten euch genügend Platz und lassen euch das Ziel garantiert nicht verfehlen.
Genießt den wunderschönen Ausblick auf die Nordküste Mallorcas sowie die Berglandschaft der Serra de Tramuntana. Von hier aus habt ihr einen traumhaften Blick auf die Bucht sowie den Hafen von Port de Soller. Das hier anssäsige Restaurant ist ebenfalls einen Besucht Wert. Durch seine tolle Lage muss man jedoch ein wenig Glück haben, einen Platz zu bekommen.

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Fornalutx

Wir folgen der MA-10 weiter, bis wir nach wenigen Minuten links auf die Ma-2120, in Richtung Fornalutx, abiegen. Wenn ihr das Bergdorf erreicht, sehr ihr auf der rechten Seite bereits einige Parkmöglichkeiten, welche im Normalfall bereits komplett belegt sind. Folgt ihr der Straße, erreicht ihr nach wenigen Metern, ebenfalls auf der rechten Seite, einen größeren Parkplatz.
Von hier aus geht es zu Fuß, vorbei an kleinen Boutiquen und gemütlichen Travernen, in Richtung Zentrum von Fornalutx.

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Der malerisch, inmitten der wunderschönen Kulisse des Tramuntana Gebirges gelegene Ort, wurde nicht ohne Grund mehrfach zu einem der schönsten Dörfer Spaniens gewählt. Die individuelle und ursprüngliche Atmosphäre mit den vielen kleinen verwinkelten, begrünten Gassen und den Häusern aus Naturstein, machen Fornalutx zu einem idyllischen aber auch beliebten Reiseziel.

Idealerweise solltet ihr am frühen Nachmittag eintreffen, wenn die meisten Touristen bereits den Rückweg angetreten haben. Von da an könnt ihr die Atmosphäre in Ruhe auf euch wirken lassen und die einkehrende Ruhe in vollen Zügen, z.B. bei einem Glas frisch gepressten Orangensaft, genießen.

Sehenswert ist auch die Pfarrkirche Navidad de Nostra Senyora. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche ist mit einer großen Sonnenuhr sowie einer Marienfigur, hoch über dem Außenportal, versehen.

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Links und weiter Informationen

Kloster Lluc:  Santuari de Santa Maria de Lluc

Restaurant Mirador de ses Barques (Facebook-Seite):  Mirador de ses Barques

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