Floating Market


Floating Market
Sha Caprileskade
Punda
Willemstad, Curacao

Öffnungszeiten:
täglich von 6:00 – 19:00 Uhr

Impressionen

Informationen

In unmittelbarer Nähe zur Handelskade erstreckt sich auf etwa 200 Metern Länge ein Hochgenuss für die Sinne. Seit etlichen Jahrzehnten haben sich venezuelische Männer auf die Suche nach wirtschaftlichen Chancen außerhalb ihres Landes begeben. Mit ihren kleinen Holzbooten überqueren sie, mit dem Ziel des 80 Kilometer entfernten Hafens von Willemstad, die Karibische See.

Es ist eine Tradition die über viele Generationen von den Vätern an ihre Söhne weitergegeben wurde. Nach und nach hat sich eine eingeschworene Gemeinde entlang des Kais in der Innenstadt von Willemstad gebildet. Nur so können die vielen Händler ihre Kultur und Gemeinschaft aufrechterhalten und die Sehnsucht nach ihrer Heimat etwas unterdrücken. Dank dieser venezuelischen Kaufleute, welche bis zu acht Monate am Stück die Strapazen der gefährlichen nächtlichen Überquerung der karibischen See auf sich nehmen, konnte eine dauerhafte Marktkultur bewahrt und die recht trockene Insel mit frischem Obst, Gemüse und fangfrischen Fisch versorgt werden.

Von weitem hörst du bereits die Markthändler wie sie ihre Produkte lautstark den vorbeilaufenden Passanten anpreisen, ohne wirklich aufdringlich zu wirken. Die verschiedenen Sprachen die hier gesprochen werden, zeigen eindrucksvoll auf, dass Willemstad zu Recht ein Schmelztiegel der Kulturen ist. Vorrangig sind auch hier die, für Curacao, typischen Sprachen Niederländisch, Englisch, Spanisch und die kreolische Sprache Papiamento. Nach einem Spaziergang entlang des Floating Markets lohnt sich ein Besuch des Plaza Bieu.

Plaza Bieu / Marshe Bieu
Als im Jahr 1975 der neue Markt seine Tore öffnete, verließen viele Händler die ehemalige „alte Markthalle“, um in einer neuen und moderneren Umgebung ihre Waren verkaufen zu können. Einige Zeit später kam eine einfallsreiche Antillanerin auf die Idee, in der leer stehenden Halle frische, preisgünstige Gerichte für jedermann zu kochen. Bereits nach kurzer Zeit fanden sich die ersten Händler und Arbeiter zu ihren Mittagspausen im Plaza Bieu ein.

Die im Jahr 2004 renovierte Markthalle ist mittlerweile zu einer touristischen Attraktion und für die Einheimischen Menschen zu einer festen Institution geworden. Bereits in den frühen Morgenstunden erscheinen die ersten Köchinnen und Köche im Marshé Bieu, um mit den Vorbereitungen zu beginnen.
Wenn um 12 Uhr die ersten Gäste eintreffen ist alles perfekt vorbereitet und die Wartezeiten somit sehr gering. Angeboten werden eine Vielzahl an Fleischgerichten, darunter geschmortes Hühnchen oder Ziegenfleisch mit landestypischen Soßen. Die Hauptgerichte werden mit gebratenen Kochbananen, einer Besonderheit der Curacaoischen Küche, angeboten. Für den kleinen Hunger gibt es weißen Reis mit Bohnen, verschiedene karibische Suppen und Kuchen. Die Portionen sind ausreichend und den Preisen angemessen.

Du kannst bei den meisten Gerichten von einem Preis von etwa zehn Gulden, umgerechnet etwa fünf Euro, ausgehen. Wenn du dich nicht für ein Essen entscheiden kannst, dann wirf doch einfach einen Blick in die riesigen Kochtöpfe der verschiedenen Köche und genieße den unglaublichen Duft der dir aromatisch entgegen strömt. Die Qualität der Speisen hat sich bereits auf der ganzen Insel herumgesprochen. Der Marshé Bieu ist aber nicht nur ein beliebter Ort zum Speisen, sondern vielmehr ein Treffpunkt der verschiedenen Kulturen.

Meine Reiseführer

Reiseführer Curacao - Die niederländische Perle der Karibik
karibik-antillen-curacao-reiseführer-calmondo
Reiseführer Curacao - Die 75 schönsten Sehenswürdigkeiten
karibik-curacao-buch-reiseführer-75-sehenswürdigkeiten